Textmerkmale

Distanzwolke zu Textmerkmalen

Content lässt sich durch eine Vielzahl an Messgrößen vergleichen und unterscheiden. Zur Campixx 2020 bin ich auf einzelne Metriken explizit eingegangen. Folgend möchte ich meine Ausführungen ergänzen, konkretisieren und mit Beispielen untermauern.

Starten wir mit einer Auflistung möglicher Textmerkmale in Form von Metriken!

Artikelfortschritt: Es wird besser 😉

Metriken sind Gesetzmäßigkeiten, die es in die Lage versetzen Dinge zu messen und im Anschluss zu vergleichen. Textmetriken können im Online-Bereich besser als Metriken des Inhalts verstanden werden. Also „alles was wir im Browser sehen“.

Zeichen

Unter Zeichen verstehen wir die kleinste Messeinheit, die wir um Zusammensetzungen und Verwandte ergänzt haben. Als Metrik eignet sich die Anzahl an Zeichen gleichermaßen, wie die Verwendung spezieller Varianten.

Textmetriken im Bereich Zeichen sind:
  • Anzahl
  • Buchstaben
  • Zahlen
  • Anzahl an Silben
  • Wörter
    • Substantive
    • Adjektive
    • Verben
    • Deklination
    • Pronomen
    • Abkürzungen
    • Füllwörter
  • Namen
  • Fließtext
    • Sätze
    • Satzlänge
  • Absätze
  • anderer Text
  • Zitate
  • Satzzeichen
    • Fragen
    • Ausrufe
    • Punkt
    • Einschub inhaltliche Trennung
    • Einschub
    • Gedankenstrich
    • Bindestrich
    • Ankündigung
    • Auslassungszeichen
    • Zusatzinformationen
    • Hervorhebungen & wörtliche Rede
    • Aufzählungszeichen
  • Sonderzeichen
    • *
    • #
    • |

Anzahl

Wie ich bereits im Artikel: „Ab Wann ist ein Wort ein Wort?“ geschrieben hatte, ist die Zeichenanzahl ein eindeutigere Vergleichsgröße. Anhand der Zeichenanzahl lassen sich alle anderen Ableitungen treffen und Verhältnisse bestimmen. Für Anwender eine unfassbare Einheit, daher finden wir die folgenden Metriken als angenehmer.

Buchstaben

Buchstaben können in geschriebenen Wörtern eines Textes genauso vorkommen, wie im Quellcode einer Webseite.

Zahlen

Mit Zahlen können Menschen und Maschinen gleichermaßen rechnen. Damit der Leser Zahlen einfacher erfassen kann, existierte die Buchdruckregel1: Zahlen von 1 bis 12 sind in Buchstaben und Zahlen ab 13 in Ziffern zu schreiben.

Persönlich handhabe ich dies noch immer so. Wenn die Zahl ein hohes Maß an Aufmerksamkeit teil haben soll oder eine Maßeinheit beschreibt, dann sind Ziffern besser geeignet.

  • 7 Wörter, 7 km, 7 kg, 7 EUR
  • sieben Lego-Steine, sieben Kilometer, sieben Kilogramm, sieben Euro
  • hundert Teilnehmer, siebzehn Hunde

Anzahl an Silben

Bevor das wohl bekannteste Textmerkmal beleuchtet wird, möchte ich auf die kleinste Lautgruppe eingehen. Wörter werden in Sprecheinheiten unterteilt. Wörter in Silben zu zerlegen, ist sinnvoll, weil es dir beispielsweise bei der korrekten Schreibung der Wörter helfen kann. 2

Wörter und deren Anzahl

Texter werden häufig auf Basis des geschriebenen Wortes bezahlt. Verglichen werden Texte ebenfalls auf dieser Basis. Manchmal treffe ich Aussagen, die eine Normseite zu Grunde legen und in der Offline-Welt gibt es Rechnungen die Spalten verwenden. Wenn wir uns Inhalte aus weiteren Perspektiven betrachten, können wir Wörter innerhalb und außerhalb von Sätzen zählen. So können wir Rückschlüsse auf die Menge an Fließtext treffen.

Woerter im Vergleich
Wörter im Vergleich

Zudem finde ich es spannend einzelne Wortarten näher zu beleuchten:

  • Substantive
  • Adjektive
  • Verben
  • Deklination
  • Pronomen
  • Abkürzungen
  • Füllwörter

Namen

Können spezifische Wörter als Namen klassifiziert werden? Einige Themen sind mit Namen eng verbunden: Tesla mit Elon Musk, Apple mit Steve Jobs und Amazon mit Jeff Bezos. Diese Namen stehen häufig synonym für spezielle Unternehmen.

Apropos, auch Unternehmensnamen oder Marken können hier genannt. Sind diese häufig geprägt und können im Abschnitt „Framing“ näher beleuchtet werden.

Fließtext

Im Schriftsatz einer Druckerei ist der Fließtext ein durchgängiger Textet der nicht durch Unterbrechungen gesetzt wird. Also nicht durch Absätze, Überschriften oder Abbildungen unterbrochen wird. In der Online-Welt leben Texte allerdings von Strukturelementen, also genau den Merkmalen um die sich dieses komplette Dokument dreht.

Für uns ist daher Fließtext der Body-Bereich in einem HTML-Dokument, der durch einen Absatz <p> oder mit Hilfe von <span> und <div> Elementen gebildet wird. Allerdings in seiner Zusammenstellung Sätze enthalten muss. Andere Tools nennen diesen Bereich daher „Main Content“, eine Umschreibung die mir gut gefällt.

Je komplizierter der Code auf einer Seite, desto schwieriger hat es ein Crawler die einzelnen Bestandteile herauszulösen.

Absätze

Definiert haben wir 7 Zeilen pro Absatz, als angenehme Texteinheit. Solche Maßstäbe lassen sich auf andere Texte übertragen um deren Anmutung visuell darzustellen. Verwendet nicht zu lange Fließtext-Einheiten, denn Absätze helfen dem Leser dabei den Text:

  • konzentriert zu lesen
  • besser zu verstehen
  • Inhalt leichter zu merken

Anderer Text

Einen Absatz weiter vorn, hatte ich die Begrifflichkeit des Main Content aufgebracht. Mit Hilfe dieser Definition lässt sich der „andere Text“ gut bestimmen 😉 Alle Inhalte, die nicht zum Hauptinhalt zählen, können semantisch und strukturell aus einer anderen Perspektive betrachtet werden.

Zitate

Zitate unterstützen eure Inhalte durch eine Brise Glaubwürdigkeit. Wenn die Zitate von passenden Menschen stammen, wird der Inhalt quasi doppelt bewiesen 😉 Wenn es so etwas geben würde. Allerdings als Metapher gut zu gebrauchen.

Satzzeichen

Ich bin der Meinung, dass sich die Verwendung vieler unterschiedlicher Satzzeichen positiv in der Rezeption der Inhalte auswirkt.

  • Ihr unterscheidet euch von der Masse
  • Ihr gebt mehr Struktur
  • Ihr zeigt, dass ihr Einzigartig seid
Fragen?
Ausrufe!
Punkt.
Einschub inhaltliche Trennung;
Einschub,
Gedankenstrich
Bindestrich
Ankündigung:
Auslassungszeichen´
Zusatzinformationen( ) | [ ]
Hervorhebungen & wörtliche Rede
Aufzählungszeichen* | – | -->
Satzzeichen und deren Verwendung

Sonderzeichen

Eine Ebene höher, eine Ecke schärfer oder eine Stufe nerdiger ist die Verwendung von Sonderzeichen. Entweder als normale HTML-Entität:

Stern*
Hastag#
Senkrechter Strich|
Kreuz
Wenige aber häufig benutzte Sonderzeichen

Oder als Symbole beziehungsweise Emojis, gern im Meta-Title verwendet, damit die Aufmerksamkeit steigt.

Auszeichnungen

Konkret sind hier vorwiegend HTML-Textauszeichnungen3 gemeint.

Ähnlich wie beim Bouquet der Satzzeichen, freut sich meiner Meinung nach eine Suchmaschine über ein breites Maß an Auszeichnungen. Wird ein Dokument dadurch maschinenlesbar strukturiert. Das erleichtert die Verständlichkeit.

  • Überschriften
    • h1
    • h2
    • h3
    • h4
    • h5
    • h6
  • Fett <bold>
  • wichtig <strong>
  • hervorgehoben <em>
  • Kursiv <i>
  • Unterstrichen <u>
  • Druchgestrichen <s>
  • Listen
    • ul
    • ol
    • dl
  • Listenanstrich <li>
  • farbige Markierungen
    • color
    • backgroundcolor
  • Zitate
    • Inhalte <q>
    • Sektionen <blockquote>
  • versteckte Inhalte
    • ausgeblendet
    • Akkordeon
  • interne Links
    • Art
    • Anzahl
    • Weiterleitungen
    • Linktext
  • externe Links
    • Art
    • Anzahl
    • Qualität
    • Linktext
    • Position

Meta-Informationen

  • Meta-Beschreibung
  • Meta-Title
  • Canonical
  • Nofollow
  • Noindex
  • Sprache
  • Datum
  • Autor
  • Keyword
  • Viewport

Meta-Ebene

  • Schemata
  • Geschwindigkeit
  • Dateigröße
  • Above the fold
  • Intention
    • Information
    • Verkauf
    • Mischform
  • Textsorte
  • Erzählperspektive
    • Personaler Erzähler
    • Neutraler Erzähler
  • Stilmittel
    • Alliteration
    • Metaphern
    • Neologismus
    • Vergleiche

Schemata

Mit Schemata meine ich maschinenlesbare Auszeichnungen. Das Strukturieren von Daten auf Basis von Schema.org. Damit weißen wir eine Maschine direkt auf den Sinn und Zweck unserer Inhalte hin.

Many applications from Google, Microsoft, Pinterest, Yandex and others already use these vocabularies to power rich, extensible experiences.

Schema.org

Viele Applikationen profitieren von der Auszeichnung und erweitern die Erfahrung der Nutzer mit diesen Inhalten. Die These, die dem zu Grunde liegt: Wenn ein Crawler unsere Inhalte schneller und akkurater versteht, spart er Kapazität, „freut“ sich wodurch unsere Webseite profitiert.

Geschwindigkeit

Je schneller ein Inhalt auf meinem Endgerät angezeigt wird, desto eher kann ich mit diesen interagieren. So tauchen Nutzer schneller in die Seite ein und Mikroenttäuschungen werden vermieden. Eine schnelle Webseite, freut Mensch und Maschine gleichermaßen. Aber Achtung, nicht nur die Startseite messen, sondern alle wichtigen Unterseiten testen.

Dateigröße

Meist besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Auslieferungszeit einer Webseite und der Dateigröße des gesendeten Dokuments.

Screenshot der visual matter response time
Wir geben schlicht die visual matter response time in Millisekunden an

Above the fold

meint zunächst so etwas wie den Sichtbereich eures Inhaltes. Inhalte in diesem Bereich erzeugen mehr Aufmerksamkeit, werden dadurch häufiger gelesen und können als wichtiger erachtet werden4

Intention

Mit welcher Intention wird der Leser meinen Text finden? Welche Intention hat der Suchende? Google unterteilt in den Richtlinien für Suchqualitäts-Bewerter 15Dezember 2019: Search Quality Evaluator Guidlines als PDF. 7,4 MB) folgende 4 Absichten:

  • Know (Wissen)
  • Do (Aktion/Aktivität)
  • Website (Navigierende Aktion, Brand/Marke)
  • Visit-In-Person (standortbezogene Suche)

Textsorte

Scheinbar kennen Online-Marketing-Menschen überwiegend nur fünf Textarten:

  • Landingpage/Seiten
  • Texte für/auf Kategorien
  • Ratgeber-Artikel
  • Blogbeiträge
  • Nachrichten

Schade, denn mit dem Wissen weiterer Textsorten geht eine Vielfalt abseits von holistischen Inhalten einher5. Dennoch hält sich dieser Umstand in der „Szene“, denn er verkauft sich gut.

Schon 2017 ist Hanns Kronenberg zum Schluss gekommen, dass „gute Analysen der Nachfrage (Nutzerintention) gepaart mit einem gesunden Menschenverstand“ zum Ziel führen

Guter Content kann holistisch sein, muss es aber nicht.

Hanns Kronenberg

Das ganzheitliche Denken, greift oftmals zu kurz, denn viele Autoren beziehen sich hier lediglich auf die Themen im Artikel. Meiner Meinung nach, sollten wir uns aus verschiedenen Blickwinkeln einem Lemma nähern. Hierzu gehören beispielsweise die journalistischen Textsorten Bericht, Nachricht, Meinungen oder Reportage. Linguisten sortieren Textsorten im übrigen nach unterschiedlichen Modellen, wie Inhalt, Funktion, Situation oder dem Medium6.

Für unsere Online-Welt erscheinen mir folgende Sorten relevant:
  • Abhandlung
  • Anekdote
  • Anleitung
  • Aufsatz
  • Bericht
  • Bildergalerien
  • Biographie
  • Brief
  • Definition
  • Essay
  • Fabel
  • Feature
  • Gastartikel
  • Gedicht
  • Gesetz
  • Glosse
  • Interview
  • Kolumne
  • Kommentar
  • Kritik
  • Kurzgeschichte
  • Kurzmeldung
  • Leitartikel
  • Meinung
  • Monografie
  • Nachricht
  • Notiz
  • Novelle
  • Reportage
  • Rezension
  • Rezept
  • Roman
  • Sage
  • Satire
  • Tagebuch
  • Test
  • Vergleich
  • Verordnung
  • Vertrag

Viele Textsorten lassen sich auf einer Seite mischen. Dann kommen wir dem holistischen Ansatz näher und an der Stelle kann ich das Stichwort Storytelling erwähnen!

Früher haben wir nach Schlüsselwörtern geschrieben, heute schreiben wir nach Themen und verteufeln Wörter wie Keyworddichte. Ab wann verteufeln wir die Themendichte? 😉

Ich

Inhalt

Eine perfekte Form der Darstellung abzubilden fällt mir noch nicht leicht. Ihr werdet also die Entwicklung des Textes miterleben! Zunächst bleibt die Liste unangetastet. Solange, bis ich alle einzelnen Punkte zumindest kurz beschrieben habe und sich die Liste aus der Struktur der Überschriften ergibt.

Inhaltliche Textmerkmale sind:
  • Mobile-Ansicht
  • Desktop-Ansicht
  • Anzahl an Aktualisierungen
  • Datum
    • Erstellung
    • Änderung
    • inhaltlicher Bezug
  • inhaltliche Fehler
  • inhaltliche Beweise
  • Quellenangaben
    • Vorhanden
    • Qualität
  • Terme
    • Lemma
    • Keyword
    • N-Gramme
    • Synonyme
    • Namen
    • Kookkurrenzen
    • Einzigartigkeit
    • Wortwahl (Framing)
    • Genderneutralität
    • Fragen
    • Distanzen
  • Lesbarkeit
  • roter Faden
    • Kontext
  • Konsumierbarkeit
    • mobil
    • in Eile
    • hohes Informationsbedürfnis
    • innerhalb der jeweiligen Tätigkeit
  • Stimmlage
    • vordergründige Emotionalität
    • hintergründige Emotionalität
  • Einzigartigkeit
  • Autor
    • Reputation
  • Bilder
    • Art
      • Hintergrund
      • Icon
      • Emotionalität
      • Cliffhanger
      • Schaubild
      • einfach da 😉
    • Anzahl
    • Bildname
    • Bildgröße
    • ALT-Angabe
    • Dateigröße
    • Verlinkung
    • Format
      • jpg
      • gif
      • png
      • webp
  • Videos
    • Anzahl
    • Länge
  • Medien
    • Tabellen
    • Podcast
  • Fehler
    • Tippfehler
    • Zeichensetzung
    • Rechtschreibung
    • Grammatik

Mobile-Version

Meine Online-Welt höre ich predigen „mobile first“ und dabei wird häufiger der Nutzer vergessen7. Dennoch sollten Ersteller von Inhalten das Endprodukt auf unterschiedlichen Geräten prüfen.

Zudem ist es für euch wichtig zu erfahren, ob sich das benutzte Tool eure Inhalte „mobil“ betrachtet.

Desktop-Version

Oder der Crawler die Version für große Bildschirme betrachtet. Die Ergebnisse können sich teils erheblich unterscheiden.

Datum

Aus meiner Perspektive ist das Datum eines Textes ein unterschätztes Kriterium. Gefühlt finde ich häufiger Beiträge ohne entsprechende Angaben und ich muss mir die Aktualität über den Inhalt selbst erschließen.

Beispielsweise bei Tipps und Empfehlungen zu entsprechenden Plugins und Tools oder bei Anleitungen ist es für den Nutzer essentiell zu erfahren, auf welche Version sich der Text bezieht.

  • Wann wurde der Text erstmalig veröffentlicht?
  • Wann fand die letzte Aktualisierung der Inhalte statt?
  • Besitzt der Inhalt einen zeitlichen Bezug?

Ganz besonders bei Aussagen und Meinungen ist ein Datum essentiell. Denn wenn eine Meinung – beispielsweise zu bestimmten Zahlen tagesaktueller Themen – zu einem späteren Zeitpunkt veröffentlicht wird, können die Aussagen ein falsches Bild spiegeln. (Stichwort: Corona-Fallzahlen8

Im Quellcode finden sich häufig entsprechende Angaben, wodurch eine Suchmaschine einen Abgleich vornehmen kann.

inhaltliche Fehler

Nicht erst seit Fake-News-Debatten sollten inhaltliche Fehler bewertet werden. Eine automatische Überprüfung erscheint mir allerdings als sehr kompliziert. Facebook zeigt uns mit der Anzeige eines Faktenchecks beispielsweise von correctiv.org, wie mit inhaltlichen Fehlern umgegangen werden kann.

Die These ist in diesen Belangen: „Je mehr unterschiedliche Quellen über einen Fakt berichten, desto höher die wahrscheinlicher ist der Fakt korrekt“. Hierbei muss die Reputabilität der Quellen ebenfalls berücksichtigt werden.

inhaltliche Beweise

Die eigene Reputabilität kann mit inhaltlichen Beweisen erhöht werden16Vergleich: Beweis als Prozess. Aussagen lassen sich beispielsweise mit einem Zitat unterstützen. An dieser Stelle rücken Stichwörter wie „Autor“ und „Quellenangaben“ in den Fokus.

Quellenangaben

Die Angabe der Quelle kann als inhaltlicher Beweis angesehen werden. Persönlich kann ich kaum einen Artikel nachvollziehen, der ohne solch einen Beweis auskommt. Die wenigsten Angaben hat sich ein Autor selbst ausgedacht. Fehlende Quellen werden in wissenschaftlichen Arbeiten bestraft. In meiner SEO-Perspektive ebenfalls. Behauptungen müssen belegt werden, Zahlen sollten einen Ursprung besitzen und Meinungen sollten einer Person zugeordnet werden. Inhaltlich kann analysiert werden, ob Quellen vorhanden sind und inwiefern diese bestimmten Qualitätsmerkmale aufweisen. Da wir uns im Web bewegen, sollten die meisten Quellen als externe Links erkannt werden.

Terme

Unter dem Oberbegriff Terme versteht die Mathematik eine sinnvolle Kombination aus Zahlen, Variablen, Symbolen und Klammern. Diese syntaktisch korrekt gebildeten Zeichen bilden Wörter oder Wortgruppen in der formalen Sprache. Weitere Gruppierungen und Einordnungen werden folgend aufgeführt.

Sicherlich fehlen einige Gattungen oder Beschreibungen müssten an einer anderen Stelle einsortiert werden. Daher ist der Artikel dynamisch und muss häufig aktualisiert werden.

  • Lemma
  • Keyword
  • N-Gramme
  • Synonyme
  • Namen
  • Kookkurrenzen
  • Einzigartigkeit
  • Wortwahl (Framing) – Sprachschatz | Anzahl unterschiedlicher Wörter
  • Genderneutralität
  • Fragen
  • Distanzen

Lesbarkeit

Die Lesbarkeit kann beispielsweise via Flesch-Wert gemessen werden. Dieser Wert zwischen 1 und 100 gibt euch ein Gefühl für die Ansprache der Zielgruppe. Klassifiziert werden kann die Zielgruppe über deren durchschnittliches Bildungsniveau oder die Altersklasse.

roter Faden

Ich liebe den Begriff des „roten Fadens“. Beschreibt er viele inhaltliche Aspekte in einer einfachen Art und Weise. Ob die Überschrift meinen Text gut einleitet, kann über die Klickrate gemessen werden. Erzeugt die Einleitung einen Lesewillen, wird der Nutzer weiter scrollen. Dieses Verhalten könnt ihr messen. Gern wird anschließend die Aufenthaltsdauer als Metrik angegeben. Die These „je länger ein Nutzer sich mit meinem Text beschäftigt hat, desto besser muss er gewesen sein“.

Wenn ich einen Satz dreimal lesen muss, verweile ich lange auf der Seite. Der Text ist allerdings besonders schlecht!

Mir gefällt diese These nicht sonderlich gut, denn mit einem schlechten Text muss sich der Leser länger beschäftigen, als wenn der Inhalt hervorragend ist. Ebenso gibt die geschätzte Lesedauer nur unzureichend an, wie es um die Qualität geschaffen ist. Nicht falsch verstehen, die Angabe ist klasse, sollte allerdings nicht überschätzt werden.

Kontext

Wenn sich der Kontext automatisch erschließt, einzelne Absätze sprachlich miteinander verbunden sind und am Ende die anfängliche Erwartung erfüllt wird. Ja, dann ist ein roter Faden gegeben.

Stimmlage

Texte vermitteln Emotionen. Wörter können diese Gefühle beim Lesen beeinflussen. eine Emotionalität. Einige Dinge werden dabei offensichtlich forciert. Wenn ich schreibe, dass ich mit einem Lächeln auf den Lippen zur Tür gerannt bin und mein lang ersehntes Paket in Empfang genommen habe. Dem Postboten einen wunderbaren Tag gewünscht habe, um zügig die Schere zu zücken. Schnibbel und Ratsch. Das Paket ist offen. Endlich ist es da. Ich habe Wochen darauf gewartet … . Dann konnte ich euch hoffentlich auf eine leichte Spannungsfahrt mitnehmen. Vielleicht ist es mir gar gelungen, euch ebenfalls ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Diese vordergründige Emotionalität möchte ich als Schreiberling aus bestimmten Gründen erzeugen.

Allerdings können Wörter auch im Hintergrund agieren und dort Emotionen erzeugen. Emotionen die nicht erwünscht sind.

Es gibt keine Probleme, sondern nur Herausforderungen.

Dr. Karl Freyenschlag9

Sicher, das Zitat ist abgenutzt. Dennoch drückt es hervorragend aus, dass wir uns von Wörtern leiten lassen. Probleme sind negativ konnotiert, Herausforderungen erachten wir als eher positiv. Über eine Stimmungsanalyse könnt ihr erfahren, was euer Text denkt.

Smile in einem Text versteckt
Texte senden eine geheime Botschaft aus! Sie vermitteln eine Stimmung.

Konsumierbarkeit

Die Konsumierbarkeit soll den Leser, die Zielgruppe, in den Fokus rücken. Ist mein Inhalt auf spezielle Bedürfnisse des Lesers ausgerichtet? In welcher Situation erreicht mein Text den Leser am häufigsten?

  • ist mobil
  • ist in Eile
  • besitzt ein hohes Informationsbedürfnis
  • wird innerhalb der jeweiligen Tätigkeit erreicht

Wenn ich nach „Zecke beim Hund entfernen“ suche, liegt es nah, dass ich eine Zecke entdeckt habe. Ich möchte kein Geschichte darüber lesen, welche Zeckenarten es gibt, sondern erfahren, wie ich das Biest schnell entferne. Ich bin in Eile und das sollte der Inhalt respektieren. Häufig wird dieser Bereich als Search Intent oder Suchintention subsummiert. Gemeint ist allerdings vielmehr eine Suchabsicht, also eine Intention10.

Für mich ist dies allerdings lediglich ein Aspekt, denn er beschreibt für mich die Situation in der sich der Nutzer befindet nicht ausführlich genug.

Einzigartigkeit

Intern achte ich als interessierter Webmaster auf doppelte Inhalte (Duplicate Content). Keine Seiten/Beiträge sollen in einer Keyword-Kanibalisierung zueinander stehen.

Leider begegnen mir dennoch zu häufig Inhalte, die selbst kein Alleinstellungsmerkmal aufweisen. Nach dem Konsum des Inhalts bin ich nicht schlauer als vorher oder der Grad der Information bewegt sich im unteren Prozentbereich.

Be Internet Awesome.

Google11

Autor

Googles soziales Netzwerk Google+ existiert zwar nicht mehr. Allerdings kann ich mir vorstellen, dass die – in meinen Augen für SEO relevanteste – Ergänzung weiterlebt. Der Autor eines Textes und dessen Reputation sollte einen Einfluss auf die Glaubwürdigkeit des Artikels aufweisen. In der Wissenschaft existieren anerkannte Quellen, wie Google Scholar oder ResearchGate. Im „anderen“ Internet sind solche Dinge untypisch. Marketing-Berater werden allerdings nicht müde zu erwähnen, wie wichtig Branding für die Bekanntheit und die SEO ist. Warum sollte dies Umfeld des Autors anders sein? Lässt sich die Reputation des Autors im Kontext feststellen?

Jede Webseite sollte über eine Autorenseite verfügen12 und möglichst via Artikel-Markup ausgezeichnet werden.

Bilder

Bildmaterial nimmt sicherlich den wichtigsten Part ein, denn sie sind zügig erstellt und können einen Inhalt in seiner Gänze beeinflussen.

Daher muss dieser Bereich zukünftig mit vielen Gedanken gefüllt werden 😉

  • Art
    • Hintergrund
    • Icon
    • Emotionalität
    • Cliffhanger
    • Schaubild
    • einfach da 😉
  • Anzahl
  • Bildname
  • Bildgröße
  • ALT-Angabe
  • Dateigröße
  • Verlinkung
  • Format
    • jpg
    • gif
    • png
    • webp

Videos

Da Videomaterial zu einer hochwertigen Seite fast schon dazugehört, muss diese Medienart einen eigenen Anstrich erhalten. Google bietet einen horizontalen Reiter für dieses Medium und integriert immer häufiger Videos in die Ergebnisliste. Unterschieden werden können Anzahl, Länge und Qualität. Video-Seo ist bereits zu einer eigenständigen Disziplin geworden.

Medien

Bilder und Videos als weiterführende Medien hatte ich bereits aufgeführt. Dennoch lassen sich weitere Medien integrieren, denn genau dafür ist das Internet für mich auch da. Es erfindet ständig Dinge, die wir nicht für möglich hielten. Podcasts oder schlichte Audio-Aufnahmen gehören hier noch zur Standard-Ausstattung. Memes sind kaum wegzudenken, TikTok-Videos, Instagram-Bilder, VR-Integrationen, alles möglich!

In den Medien-Bereich lassen sich alle Dinge einsortieren, die noch an keiner anderen Stelle erwähnt wurden:

  • Tabellen
  • Podcast

Fehler

Ein Inhalt der fehlerfrei geschrieben wurde, sollte gegen einen vor Fehlern strotzenden Text gewinnen. Hierbei können Klassifizierungen den Schweregrad bestimmen. Tippfheler fallen geringer ins GEwicht, wie klassische Rechtschreibungsfehler (;)) oder sinnentstellende Grammatik-Konstrukte.

Über das Verhältnis an Fehlern, kann eine Aussage zur Qualität des Textes getroffen werden.

Verhältnisse

  • Text zu Code
  • Text zu Bildern
  • Sichtbarer Text
  • Wörter außerhalb von Sätzen
  • Textgröße zu Quellen
  • Fließtext im Verhältnis

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