Glückliche Texte – Hinterlasse glückliche Artikel

Smile in einem Text versteckt

Ich widme mich dem Thema der folgenden Zeilen aus sehr differenzierten Blickwinkeln. Daher ist das Inhaltsverzeichnis zum Verständnis unabdingbar. Alles erklärt, wann ein Text glücklich ist, warum ein Marketer ungewöhnliche Ansichten vertritt und welche Ideen die Wissenschaftler haben.

Glückliche Einleitung

Jeden Tag wird in die Tasten gehauen, es entstehen Texte.Viele sind gelangweilt oder schlicht unglücklich. Doch das muss nicht sein.Auch du kannst glückliche Texte erstellen. Wie das gehen soll, werden dir die nächsten Zeilen genauer erklären. Folge ihnen!

Aus der Sicht des Textes

Wenn der Text sprechen könnte, so bin ich mir sicher, würde er etwas in diese Richtung sagen:

  • Wir wollen gelesen werden
  • Wir wollen sinnstiftend sein

Mit Vermutungen möchte ich mich nicht zufrieden geben, also frage ich den Text selbst. Danke, dass du dir ein paar Minuten Zeit nimmst. Was macht dich glücklich?

„Ich finde es grandios, wenn der Leser nach unserer Zeit ein Gefühl verspürt. Irgendeine Emotion soll in ihm aufkommen. Ob Überraschung,Verständnis oder …“

Kannst du dies genauer erläutern?

„Klar kann ich das. Ich gebe dir am besten ein Beispiel.Wenn mir Kollegen berichten, dass der Leser sich am Ende der gemeinsamen Zeit gefragt hat‚ und nun?‘, wenn Fragen offen bleiben oder wenn kein Funke übergesprungen ist. Was bleibt dann von uns übrig?“

Was soll denn von dir übrig bleiben?

„Ich für meinen Teil bin bereits glücklich, wenn ich den Leser komplett informiert habe. Wenn er keinen anderen Text mehr suchen muss. Wenn ich sein einziger Text geblieben bin. Ich möchte also ein zufriedenes Gefühl hinterlassen. Andere Kollegen wollen andere Gefühle transportieren. Wir sind schließlich alle einzigartig.“

Und wer kann das beeinflussen?

„Natürlich der Texter, der mich verfasst. Dabei ist es mir eigentlich egal, wie sich dieser nennt, ob Journalist, Blogger oder PC-Nutzer 😉.“

Selbstverständlich war das Interview ausgedacht, wie soll ich den Text selbst fragen? Damit ich nicht bei der hypothetischen Betrachtung bleibe,  beschäftige ich mich folgend aus der Sicht eines Wissenschaftlers mit der Problematik.

Die technische Erklärung

So charmant sich die Einleitung gelesen haben soll, so ernst ist der Hintergrund.

Ich bin der Meinung, dass Texte ein Anrecht darauf haben,glücklich zu sein. Es existieren Wörter, die sind positiv, neutral oder negativ konnotiert.

Wörter wie unfair,leider oder Fehler erzeugen in eurem Inneren eine negative Grundhaltung. Diese Art der Interpretation ist vergleichsweise eindeutig. Die Interpretation von Wörtern wie kleiner, relevant oder möglichist dagegen bereits komplizierter.

Erschwerend wird der Sinnzusammenhang eines Textes nicht bloß durch die Verwendung eines einzelnen Wortes gebildet, sondern muss absatzweise betrachtet werden. Ein negativer Start kann mittels fabulöser Wortfolge aufgewertet werden.

Der Leser versteht die Anekdote und wird in eine positive Stimmung versetzt. Und genau um diese Grundstimmung kümmern sich glückliche Texte.

Landingpages sind selten negativ

Allein durch die Wortwahl „Landingpage“ erkennt ihr bereits,dass nun die Sichtweise eines Marketing-Fuzzis Einzug hält.

Wir – also wir von Visual-Matter –  betrachten uns viele Texte, damit wir Zusammenhänge entdecken. Klassische Landingpages, also Seiten die vornehmlich den Leser zu einer bestimmten Handlung führen sollen – häufig zielen die Texte auf den Verkauf bestimmter Dinge ab – enthalten wenig negativ behaftete Wörter.


Du musstest den Absatz mehrfach lesen? Verständlich, denn er besitzt 42 Wörter, 310 Zeichen, vier Gedankenstriche und zwei Kommas. Die Sätze haben einen Flesch-Wert von 55 und 32. Soll an dieser Stelle nur ein Appetithäppchen sein, denn auch dazu haben wir etwas zu sagen 😉

Vereinfacht ausgedrückt: Möchte der Texter etwas verkaufen, nutzt er möglichst positive Wörter.

Liest sich doch irgendwie logisch? Befindet sich der Leserin einer positiven Grundstimmung, ist er eher bereit Geld auszugeben .Noch kein Beweis, aber du kannst mit der Studie „Costumer Success Feed Business Success“ von HubSport starten. Die Quintessenz war: „glückliche Kunden empfehlen weiter“ und „zufriedene Kunden sind essenziell für Unternehmenswachstum“.

Zufrieden,zufriedener, am glücklichsten!

Ich akzeptieren die These folgend als bestätigt! Also gilt es doch nur zu klären, wann fühlst du dich angenehm angesprochen? Ja, denk gern kurz darüber nach.

Einige meiner SEO-Freunde haben sich sicherlich bereits mit folgender Problematik beschäftigt. Welcher Text soll auf meinem „Call-to-Action Element“ geschrieben stehen? Wie kann ich eine positive Empfindung mit meinem finanziellen Interesse verknüpfen?

Wann würdest du wahrscheinlicher klicken?

versus

Selbstverständlich möchte ich

Nun aber husch zurück in die Gefühlswelt!

Welche Empfindungen verursachen diese beiden Sätze in dir?

Kein Problem, wir kümmern uns!

versus

Nicht verzagen, gern kümmern wir uns!

Auch hier möchte ich

Ich also René, der Autor dieser Zeilen, – , kämpfe ungern mit Problemen. Ich kümmere mich vielmehr um Lösungen. Hach, 2 Euro ins Phrasenschwein? Gut möglich, dennoch sprechen Menschen lieber von Herausforderungen anstatt von „Problemen“. Soll motivierender sein. Der Spruch: „Es gibt keine Probleme, sondern nur Herausforderungen“ kommt mir dabei ebenfalls in den Sinn. Liest sich erneut abgedroschen, das Phrasenschwein freut sich, und dennoch bejahen meine Synapsen diese Aussage. (Hier verbergen sich spannende Aussagen in PDF-Form)

Die Sicht der Boulevard-Journalisten sei an dieser Stelle bewusst nicht betextet. Denn diese „Probleme“ sind gar nicht gemeint. Die Sicht der Boulevard-Journalisten sei an dieser Stelle bewusst nicht betextet. Denn diese „Probleme“ sind gar nicht gemeint.

Noch kurz vier Sätze zu meiner These, dann wieder ein Beispiel. Warum sollte ich beim Schreiben eine für den Leser positive Aussage,hinter einem stark negativ behafteten Ausdruck verstecken? Selbstverständlich gibt es Ausnahmen! Immer gibt es Ausnahmen. Aber die These soll auch nur für den Großteil aller Texte gelten.

Für mich passt die Positiv-nach-Negativ-Schreibweise nicht zusammen. Also bleibe ich doch direkt bei der positiven Variante: „Positiv nach Positiv!

Worte sind machtvoll und

Testberichte sind strukturiert

Testberichte haben in meiner Marketing-Welt eine eigenartige Entwicklung genommen. Allein nach dem Wortlaut zu urteilen, handelt es sich umeinen Bericht. Also eine sachliche Darstellung. Man würde also meinen, positive und negative Aspekte wechseln sich häufig ab.

Grundsätzlich korrekt, nur nicht bei sogenannten Affiliate-Testberichten. Hier wird ein Produkt grundsätzlich eher positiv beschrieben. Soll schließlich verkauft werden. Das „getestete“ Produkt soll vom Leser gekauft werden, damit der Texter Geld für die Vermittlung erhält.

These: Affiliate-Testberichte sind semantisch anders strukturiert als ein objektiver Test.

Sollte ich es noch nicht deutlich herausgestellt haben, dann folgt dies in den nächsten zwei Zeilen. Jede Textgattung darf, nein sollte, unterschiedliche Stimmungen widerspiegeln. Ein Testbericht nimmt demnach eine neutrale Stimmung ein.

Stimmungsmache wird zumeist strukturiert erledigt. In der Einleitung beispielsweise, um den Leser bewusst auf die folgenden Zeilen einzustimmen. Oder während einer Pro/Contra-Auflistung der einzelnen Punkte. Auch im Fazit kann die Stimmung noch einmal geändert werden.

Sentiment Score am Beispiel fiskars x25 test
So schauen die Ergebnisse des Sentiment-Scores zum Suchbegriff: Fiskars x25 Test aus

Wenn ich bei Google nach „Fiskars x25 Test“ suche, wird lediglich auf den den ersten beiden Plätzen ein Test angezeigt. Die weiteren Ergebnisse behaupten lediglich zu testen.

Der Sentiment-Score zeichnet ein ähnliches Bild: Platz 1 mit 0,0645, Platz 2 mit 0,0307, Platz 3 bereits 0,0907, die 4 mit 0,1115, Platz 5 mit 0,0365 und Platz 6 mit 0,0875. Die vorderen Plätze sind neutraler formuliert als die folgenden.

Kurzer Ausflug zur SEO-Sicht: Ich habe nicht gesagt, dass der Sentiment Score eine Wunderwaffe darstellt. Aber er verändert die Dimension der Optimierung um Feenstaub. 😉

Es ist möglich, einen guten (lesenswerten/informativen) Testbericht strukturell von einem schlechten (uninformativen) Test zu unterschieden. Uns Menschen fällt dieser Umstand nicht immer bewusst auf. Eine Maschine konzentriert sich allerdings auf diese Eigenschaften.

Die Sentiment Detection – Sentimentanalyse …

… ist die automatische Auswertung von Texten, um die geäußerte Haltung als positiv oder negativ zuerkennen.

Richtig bemerkt. Folgend versuche ich so einfach wie möglich einige wissenschaftliche Eindrücke zu vermitteln. Schreibt gern, ob es uns gelungen ist. Oder noch lieber, fragt via Kommentar nach!

Bei der Lösung helfen uns statistische Methoden und die Bewertung der Grammatik. Wir gehen von einer Grundmenge an Begriffen aus, Stefan nennt sie N-Gramme, denen wir eine positive oder negative Tendenz zuschreiben. Durch die Häufigkeit der verwendeten Begriffe kann eine vermutete Haltung des Autors angenommen werden.

Durch „intelligente“ Algorithmen, dem maschinellen Lernen, werden neue Begriffe einer Tendenz zugeordnet. Folgend die mächtigsten Begrifflichkeiten,um eine Richtung vorzugeben.

Die Top 10 der negativen Begriffe

Die Liste ist bewusst unsortiert, da Begriffe je nach Kontext unterschiedlich aufgefasst werden. Gemein haben die Wörter, dass Sie negative Emotionen hervorrufen.

  • Gefahr
  • Schuld
  • unnötig
  • schädlich
  • schwach
  • schämen
  • unfair
  • Nachteil
  • Verdacht
  • Feind

Die Top 10 der positiven Begriffe

  • gelungen
  • perfekt
  • wunderbar
  • Lob
  • spannend
  • wunderschön
  • romantisch
  • zuvorkommend
  • Freude
  • Mut

Deine Geldbörse liebt glückliche Texte

Genauer gesagt, Journalisten, Blogger, PR-Menschen, SEOs, also alle Marketing-Fuzzis und Schreiberlinge, lieben glückliche Texte. Weil diese den Leser zielgenauer ansprechen. Logisch. Allerdings auch, weil diese besser ranken. Texte, die den erwähnten Mustern entsprechen, haben eine höhere Chance positiv bewertet zu werden.

Erneut eine These, die es galt überprüft zu werden. Also suchten wir nach Mustern.

Der Sentiment Score von Visual-Matter.com

Zunächst wird der Fließtext einer Webseite extrahiert. In diesem Bereich picken wir uns die einzelnen Sätze heraus und bewerten diese nach ihrer Grundstimmung. Je positiver die Stimmung ist, desto grüner wird der Satz-Balken dargestellt. Ist die Stimmung eher negativ, ändert sich die Farbe ins Rötliche.

Seiten, die verkaufen sollen, und das deutlich und offensichtlich, sind grundsätzlich positiv konnotiert.

Screenshot von Urlaubsguru zur Suche Urlaub in Deutschland |
Die überwiegend grüne Farbe der Balken indiziert einen positiven Text.

Platz 1 zum Suchbegriff Mallorca Urlaub (Holidaycheck) erhält den normierten Wert 0,1382, die Nummer 1 für Südafrika Urlaub (ab-in-den-urlaub.de) 0,1313 und Voucherwonderland (0,1365) belegt für „Deutschland Urlaub“ den ersten Platz.

Alle Nummer-1-Platzierungen besitzen eine ähnliche Haltung. In diesem Fall eine deutlich positive.

Testberichte sind vergleichsweise neutral gehalten. Die Farben sind bunter gemischt, da positive und negative Wörter gewählt werden.

Typisches Beispiel eines Testberichts | Negativ behaftete Sätze wechseln sich mit neutralen und positiven ab

Der Zahlenwert zeigt gegen 0 und beschreibt damit eine neutrale Richtung. Notebookcheck.com (0,0063732048) testet das Asus Zenbook 3 und Chip.de (0,049467493) das Samsung GalaxyBook 10.6.

Viel wichtiger als den Macro-Vergleich empfinde ich die Micro-Untersuchung. Die eigene Seite sollte sich nicht deutlich von den Wettbewerbern unterscheiden. Oder alles besser machen. 😉 Dazu müsste man aber wissen, was eine Suchmaschine als besser erachtet. Oder noch idealer, was den Leser glücklicher macht! Also testet selbst und probiert euch aus:

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